Das heutige Weihnachtsfest hat nur wenig gemein mit dem, was in der mystischen Tradition der Gnosis unter Weihnachten verstanden wird. Dennoch finden sich bis heute in der Weihnachtsgeschichte noch zahlreiche Symbole, die bei genauer Betrachtung auf jene esoterischen Bedeutungen hinweisen und uns ein archetypisches Muster (Urmuster) der Seele offenbaren können.

Weinachten – Das Kind Jesus in der Krippe im Stall zu Bethlehem ist ein Bild fĂŒr die symbolische Geburt des Lichts in der dunkelsten Jahreszeit, in der tiefsten Finsternis, in der lĂ€ngsten Nacht des Jahres. In einem dunklen Bereich entsteht neues Leben, das die Finsternis erhellt, wie eine Kerze – ein Licht, das neu in unserem Inneren entzĂŒndet wird.

Diese Geburt des Lichts findet also zu einem Zeitpunkt statt, an dem die KrĂ€fte der Finsternis ihren höchsten Kraftpunkt erreicht haben. Genau zu diesem Zeitpunkt findet dann auch eine astrologische und astronomische Wende statt: die Wintersonnenwende (Weinachten). Nach dieser Geburt des neuen lichtvollen Bewusstseins erstarken die LichtkrĂ€fte von Tag zu Tag wieder und drĂ€ngen schrittweise den Einfluss der Finsternis im Jahreszyklus zurĂŒck. Das Licht wird also in der tiefsten Dunkelheit der ersten Winternacht gefunden und nicht im strahlenden Sonnenschein eines Sommermittags.

Das Kind Jesus in der Krippe ist ein Symbol fĂŒr jenes neue Bewusstsein, das ganz neu in die Erscheinung kommt. Dieses Bewusstsein war zuvor nicht da. In der hermetischen Kabbalah ist dieses neugeborene Kind in einer Krippe eines der Symbole der Sephirah Tiphareth im Lebensbaum und steht eben fĂŒr dieses neue höhere Bewusstsein, das Christusbewusstsein, das Sonnenbewusstsein, das in unserem Inneren empfangen und geboren wird.

Erst wenn diese Geburt in uns stattfindet, also dieses Sonnenbewusstsein bzw. Christusbewusstsein in uns geboren wird, haben wir einen Kontakt zum höheren Selbst. Mit der Geburt des Christusbewusstseins beginnt der wahre Pfad der Erleuchtung. Dies ist jedoch erst die erste Stufe des Großen Werks der Alchemie.

Dieses Kind wird nicht in einer gemĂŒtlichen und allseits abgeschlossenen Herberge geboren, auch ein subtiles Symbol fĂŒr das Ego, sondern in einem nach allen Seiten hin fĂŒr den Wind (Lebensatem) offenen Stall. Das Alte muss sterben, der Turm des abgeschlossenen Ichs, des Egos muss zerstört werden, damit das Neue entstehen kann. Bevor also jenes höhere Christusbewusstsein in ein Haus einziehen kann, ist es erforderlich, diese selbstsĂŒchtigen Neigungen zumindest teilweise zu stĂŒrzen und zu entthronen. Erst wenn wir offen sind wie der Stall können die hinabkommenden GeisteskrĂ€fte in ihren neuen Tempel einziehen.

Damit dieser junge Lichtkeim ĂŒberleben und erwachsen werden und letztlich zu einem wahren König mit voller AutoritĂ€t heranreifen kann, muss jedoch auch ein Herodes sterben, der ein Symbol fĂŒr den falschen König ist und seinerseits eine geschlossene Krone trĂ€gt.

Hirten und die drei „heiligen“ Könige (Weisen aus dem Morgenland) finden gemeinsam den Weg zur Krippe, der GeburtsstĂ€tte des Lichts. Die Könige tragen eine nach oben offene Krone und stehen symbolisch fĂŒr die entwickelten und hart erarbeiteten Geistes- und VerstandeskrĂ€fte des Menschen. Jedoch ist es erforderlich, dass diese KrĂ€fte sich am Ende mit den HerzenskrĂ€ften der Hirten verbinden.

Die Dreigliederung (TrinitĂ€t) in der Krippe mit Maria, Josef und Jesus zeigt in einem gewaltigen symbolischen Bild eine Vorwegnahme der Chymischen Hochzeit, die Vereinigung von Unterbewusstsein, Selbstbewusstsein und Überbewusstsein, das Werk von Sonne, Mond und Merkur; Vater, Sohn und Heiliger Geist, die Himmlische Triade um hier nur einige Symbole des Weihnachtsmysteriums anzudeuten (Weinachten).

Weihnachten muss sich also symbolisch in uns ereignen, denn sonst ergeht es uns wie Angelus Silesius sagt: „und wenn Christus auch tausendmal zu Bethlehem geboren wĂŒrde, aber nicht in dir, du bliebest auf ewiglich verloren.“

Weinachten

Warum gibt es Weinachten?

Das heutige Weihnachtsfest hat nur wenig gemein mit dem, was in der mystischen Tradition der Gnosis unter Weihnachten verstanden wird. Dennoch finden sich bis heute in der Weihnachtsgeschichte noch zahlreiche Symbole, die bei genauer Betrachtung auf jene esoterischen Bedeutungen hinweisen und uns ein Urmuster der Seele offenbaren können. Weihnachten stellt die Geburt von Christus dar.

Wann ist das Ende der Weihnachtszeit?

Heiliger Abend ist am 24. Dezember. Der Christtag ist am 25. Dezember. FĂŒr manche endet die Weihnachtszeit bereits ein Tag spĂ€ter, wĂ€hrend andere die Zeit bis zum 2. Februar feiern. 

Warum wird am 24 Dezember Weinachten gefeiert?

Am 25. Dezember ist Christtag, wÀhrend am 24. Dezember der Heilige Abend, also der Vorabend des Weihnachtsfests ist.

Was bedeutet der Heilige Abend?

Am Heiligen Abend, auch Weihnacht genannt, wird die Geburt Jesu gefeiert.