Die dunkle Versuchung der Zauberei

Vom Magier sorgsam zu unterscheiden ist der Zauberer, auch wenn er sich selbst gerne als Magier bezeichnet. Der Zauberer ist jedoch weit davon entfernt, ein wahrer Magier zu sein.

Wer Magie einsetzt, um eigennützig Macht zu vermehren, ist allenfalls ein Zauberer, jedoch kein wahrer Magier des Lichts. Der Zauberer kann in einem kleinen überschaubaren Bereich einzelne Sekundärbereich der Magie durch Anwendung bestimmter Techniken in Bewegung setzen. Er weiß, wenn er diese oder jene Kraft in Bewegung setzt, dass dieses oder jenes geschieht.

Er versucht jedoch hiermit lediglich sein eigenes Dasein aufzuwerten und seine Umwelt in asozialer Weise zu manipulieren und sie seinem Eigenwillen zu unterwerfen bzw. seinen persönlichen Vorstellungen entsprechend gefügig zu machen. Der Zauberer ist hierbei immer im Außen ergebnisfixiert und auf das Erzielen bestimmter Ergebnisse fokussiert, die sein Ego (Eigenwille) für richtig hält.

Er hat also anders als der wahre Magier des Lichts nur sein Eigenwohl und seine kleinen egoistischen Wünsche und Bedürfnisse im Blick. Oft genießt er es, die Unwissenden mit sogenannten scheinbaren „Wundertaten“ in Erstaunen zu versetzen und damit zu verzaubern.

Zauberei ist viel weiterverbreitet als man zunächst annehmen würde. Der Zauberer möchte sich oft frei von jeglicher Anstrengung, Ersehntes oder Begehrtes, wie in der Esoterikszene häufig üblich, beispielsweise beim Universum bestellen, um sich seine eigenen kleinen egoistischen Wünsche zu erfüllen: ein bisschen Liebeszauber hier, ein wenig Geldzauber dort, ein bisschen Schadenszauber dort etc.

Jedoch fehlt dem Zauberer die innere Reife, er benutzt Techniken in fremdartiger und abartiger Weise und verfolgt dabei nur asoziale Ziele auf Kosten anderer. Anstatt dem Wohl der gesamten Menschheit zu dienen, möchte er lediglich seine egoistischen Wünsche mithilfe einer gestürzten Magie befriedigen. Anders als der Magier dient er somit nicht der Einen Quelle oder dem Urwillen zum Guten, sondern handelt nur aus dem Eigennutzen heraus und verhält sich damit antievolutionär und involutionär. Er ist wie Goethes Zauberlehrling ein Knecht der gerufenen Kräfte. Ein Zauberer dient dem Teuflischen und ist oftmals unwissentlich ein Diener von satanischen Kräften. Der Zauberer praktiziert schwarze Magie und weiß es in den meisten Fällen nicht. Er hält sich für gut und ist aber Abgrund böse, da er unter dem Deckmantel des Guten nur selbstsüchtige und manipulative Ziele verfolgt.

In Wirklichkeit hat der Zauberer keine Ahnung von wahrer Magie, er weiß nicht was er tut, da ihm ist die wahre Ursache und Quelle der Kräfte unbekannt ist. Es fehlt ihm die Einsicht in die wahren, analogen Zusammenhänge dieser Universalgesetze. Dem Zauberer fehlt die echte Verbindung zur wahren Quelle und er unterliegt dem Wahn eines getrennten Seins: „Ich und die Umwelt“, die es mithilfe magischer Techniken zu manipulieren gilt. Hierbei handelt er nur aus den Vorstellungen und „Werten“ seines Egos heraus.

Der Zauberer hat nicht erkannt, dass die Macht der wahren Magie immer nur innerhalb der Ordnung der kosmischen Gesetzmäßigkeiten liegt. Der Zauberer ist letztlich nur eine bedauernswerte Marionette bestimmter Kräfte, die er in seinem Eigendünkel und Eigenwahn glaubt, beherrschen zu können. Die Hermetik Akademie unterrichtet die wahren Lehren der Hermetik und unterweist den Schüler der Hermetik in die universellen Gesetzmäßigkeiten.